PARODONTITIS-BEHANDLUNG IN RHEINE
Fachlich geprüft von M. Sc. Daniel Pohlmeyer, Zahnarzt · Stand: September 2026
Das Zahnfleisch blutet beim Putzen, geht an manchen Stellen zurück, die Zähne wirken länger als früher, und irgendwann wackelt einer. Parodontitis, im Volksmund Parodontose, ist bei Erwachsenen der häufigste Grund für Zahnverlust, und sie tut über Jahre nicht weh. Das macht sie so tückisch. Die gute Nachricht: Früh erkannt lässt sie sich stoppen, und seit 2021 übernimmt die gesetzliche Kasse die komplette Behandlung samt zwei Jahren Nachsorge. Wenn Sie eines der Anzeichen kennen: 05971 6334 oder online einen Termin buchen, die Untersuchung dauert wenige Minuten.
Zahnfleisch-Check
Kreuzen Sie an, was auf Sie zutrifft. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, wie dringend ein Blick aufs Zahnfleisch ist. Die Diagnose stellt die Untersuchung, nicht der Check.
Was bei einer Parodontitis passiert
Am Anfang steht Zahnbelag am Zahnfleischrand. Wird er nicht entfernt, entzündet sich das Zahnfleisch (Gingivitis): Es rötet sich, schwillt an, blutet. Das ist noch umkehrbar. Bleibt die Entzündung, wandert sie in die Tiefe. Zwischen Zahn und Zahnfleisch entstehen Taschen, in denen sich Bakterien ungestört vermehren, und der Körper baut als Abwehrreaktion den Knochen ab, der den Zahn hält. Das ist die Parodontitis. Verlorener Knochen kommt nicht von allein zurück, deshalb zählt jedes Jahr, das man früher anfängt.

Woran Sie eine Parodontitis erkennen
- Zahnfleischbluten. Das häufigste und am meisten unterschätzte Zeichen. Gesundes Zahnfleisch blutet nicht, auch nicht bei gründlichem Putzen.
- Zurückgehendes Zahnfleisch. Die Zähne wirken länger, Zahnhälse liegen frei und reagieren auf Kaltes.
- Mundgeruch und schlechter Geschmack, die auch nach dem Putzen bleiben, weil die Bakterien in den Taschen sitzen.
- Lockere Zähne, wandernde Zähne, neue Lücken. Dann hat der Knochenabbau schon begonnen. Bitte nicht mehr warten.
- Gar nichts. Viele Parodontitis-Patienten spüren jahrelang nichts. Deshalb messen wir bei jeder Kontrolle die Taschentiefe (der sogenannte PSI), das dauert eine Minute und die Kasse übernimmt es alle zwei Jahre.
So läuft die Behandlung ab
- Befund und Antrag. Wir messen an jedem Zahn die Taschentiefe, prüfen Blutung und Lockerung und röntgen den Knochen. Mit dem Befund beantragen wir die Behandlung bei Ihrer Kasse, das übernehmen wir für Sie.
- Aufklärung und Putztraining. Sie erfahren, wo Ihre Parodontitis steht und was Sie selbst beitragen können. Denn ohne gute Pflege zu Hause hält kein Behandlungserfolg. Zwischenraumbürstchen werden Ihre besten Freunde.
- Reinigung der Taschen. Unter örtlicher Betäubung reinigen wir die Wurzeloberflächen in den Taschen mit Ultraschall und feinen Handinstrumenten, meist in ein bis zwei Sitzungen. Kein Schnitt, keine Naht.
- Kontrolle nach einigen Monaten. Wir messen erneut. Bei tiefen Resttaschen kann ein kleiner chirurgischer Eingriff sinnvoll sein, in manchen Fällen mit Verfahren, die verlorenen Knochen teilweise wiederaufbauen.
- Nachsorge über zwei Jahre. Die unterstützende Parodontitistherapie (UPT): je nach Schweregrad ein- bis dreimal im Jahr Kontrolle und Reinigung. Das ist der Teil, der über Erfolg oder Rückfall entscheidet, und die Kasse zahlt ihn mit.

Was kostet die Parodontitis-Behandlung?
Seit Juli 2021 übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die systematische Parodontitis-Behandlung vollständig: Befund, Aufklärungsgespräch, Putztraining, die Reinigung der Taschen, die Kontrolle danach, bei Bedarf den chirurgischen Teil und die Nachsorge über zwei Jahre. Voraussetzung ist ein genehmigter Antrag, den wir mit Ihrem Befund stellen. Sie zahlen für die eigentliche Behandlung nichts dazu.
Nicht enthalten ist die professionelle Zahnreinigung außerhalb der Nachsorge und ergänzende Leistungen, die über den Kassenrahmen hinausgehen. Ob sie in Ihrem Fall einen Unterschied machen, besprechen wir vorher, und Sie bekommen die Kosten schriftlich. Privatversicherte erhalten die Behandlung je nach Tarif erstattet.
Parodontitis und der Rest des Körpers
Eine Parodontitis bleibt nicht im Mund. Die Entzündung belastet den ganzen Organismus, und die Forschung zeigt Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, mit Diabetes (beide Erkrankungen verstärken sich gegenseitig) und mit Schwangerschaftsrisiken. Wer Diabetes hat, sollte sein Zahnfleisch deshalb genauso regelmäßig kontrollieren lassen wie seinen Blutzucker. Und wer raucht, hat ein deutlich höheres Risiko und heilt langsamer. Das sagen wir nicht als Vorwurf, sondern weil es die Behandlung beeinflusst.
Warum bei uns am Humboldtplatz
Bei uns wird das Zahnfleisch bei jedem Patienten gemessen, nicht nur, wenn jemand über Beschwerden klagt. So finden wir Parodontitis oft, bevor sie Schaden anrichtet. Die Nachsorge übernehmen unsere zertifizierten Prophylaxe-Mitarbeiterinnen, die Sie über die zwei Jahre begleiten und kennen. Und falls doch ein chirurgischer Schritt nötig wird, bleibt der im Haus: M. Sc. Daniel Pohlmeyer hat die zahnärztliche Chirurgie im Aufbaustudium vertieft. Wenn Sie lange nicht beim Zahnarzt waren und sich unwohl fühlen: Sie sind nicht allein damit, und wir machen keine Vorwürfe. Für Angstpatienten haben wir einen eigenen Weg. Wir fangen einfach an.
„Seit ich klein bin, gehe ich in die Praxis und heute wurde mir mal wieder bewiesen, wie toll die Praxis ist! Super freundlich und bemüht, alles für ihre Patienten zu tun und ihnen ein gutes Gefühl zu geben.“
Cat R., Google-Rezension
Zahnfleischbluten ist kein Schönheitsproblem. Lassen Sie es messen, die Untersuchung dauert Minuten und kostet Sie nichts.
Zwischen den Behandlungen hält die regelmäßige professionelle Zahnreinigung das Zahnfleisch ruhig. Und wenn ein Zahn trotz allem nicht zu halten war, besprechen wir Zahnersatz oder ein Implantat, sobald das Zahnfleisch stabil ist.
Häufige Fragen
Zahlt die Krankenkasse die Parodontitis-Behandlung?
Ja, seit Juli 2021 vollständig: Befund, Aufklärung, Putztraining, die Reinigung der Taschen, bei Bedarf den chirurgischen Teil und die Nachsorge über zwei Jahre. Voraussetzung ist ein genehmigter Antrag, den wir für Sie stellen.
Tut die Behandlung weh?
Die Reinigung der Taschen erfolgt unter örtlicher Betäubung, Sie spüren Druck, aber keinen Schmerz. Danach kann das Zahnfleisch ein paar Tage empfindlich sein und die Zahnhälse reagieren auf Kaltes. Das lässt nach, sobald das Zahnfleisch abheilt.
Ist Parodontitis heilbar?
Sie lässt sich stoppen und dauerhaft ruhigstellen, aber verlorener Knochen kommt nur in bestimmten Fällen und mit chirurgischen Verfahren teilweise zurück. Deshalb ist die Nachsorge so wichtig: Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die kontrolliert werden will wie Bluthochdruck.
Wie oft muss ich zur Nachsorge?
Je nach Schweregrad ein- bis dreimal im Jahr über mindestens zwei Jahre, das legt die Kasse nach dem Befund fest. Danach empfehlen wir, den Rhythmus beizubehalten, meist als professionelle Zahnreinigung.
Ist Parodontitis ansteckend?
Die Bakterien sind übertragbar, zum Beispiel zwischen Partnern. Ob daraus eine Parodontitis wird, hängt von der eigenen Abwehr, der Pflege und Risikofaktoren wie Rauchen ab. Ein Blick aufs Zahnfleisch des Partners schadet trotzdem nicht.
Was hat Diabetes mit Parodontitis zu tun?
Beide Erkrankungen verstärken sich gegenseitig: Ein schlecht eingestellter Blutzucker verschlechtert die Abwehr im Zahnfleisch, und eine Parodontitis macht die Blutzuckereinstellung schwerer. Wer Diabetes hat, sollte das Zahnfleisch deshalb mindestens einmal im Jahr messen lassen.
Ihre Zahnärzte in Rheine
Bei uns wissen Sie, wer Sie behandelt: Dr. Julia Pohlmeyer, Praxisinhaberin mit Zertifizierungen in Ästhetik, Endodontologie und Implantologie, und Daniel Pohlmeyer, M. Sc. Beide nehmen sich Zeit, erklären jeden Schritt und behandeln so schonend wie möglich.
Fragen zu dieser Behandlung? Rufen Sie uns an unter 05971 6334 oder lernen Sie unser Praxisteam kennen.



